Ein ungewohntes Bild bot sich in diesem Jahr den Schützen und den Besuchern des Grafschafter Schützenfestes. Hinter dem Tambourkorps Grafschaft, das die Schützenzüge seit mehr als 100 Jahren traditionell anführt, reihte sich nach 55 Jahren nicht mehr der Musikverein Berghausen, sondern zum ersten Mal die Meggener Knappenkapelle 1883 e.V. ein. Mit ihren Knappenuniformen und den markanten Schachthüten mit dem roten Federbusch sollte sie nicht nur optisch für einen herausragenden Eindruck sorgen – so viel sei an dieser Stelle bereits verraten.
Am Ehrenmal neben der Kirche wurde zunächst der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Nach der Ansprache von Major Johannes Höwer wurde zu den Klängen des „Guten Kameraden“ ein Kranz niedergelegt.
Nach einem schweißtreibenden Marsch hinauf zur Vogelstange herrschte reger Betrieb an den Gewehren, was auch notwendig war, um dem zähen hölzernen Vogel zu Leibe zu rücken. Von insgesamt neun Bewerbern kristallisierte sich gegen Ende eine Dreiergruppe heraus. Hier bewies Christian Hennig die ruhigste Hand und sicherte sich mit dem 287. Schuss die Königswürde. Die ersten Gratulationen durfte der Fähnrich der Grafschafter Schützenbruderschaft von seinen Stammtischkollegen sowie seiner Lebensgefährtin und neuen Schützenkönigin Sabrina Kempke entgegennehmen.
Vor dem Abmarsch zur Schützenhalle proklamierte der 1. Brudermeister Tobias Cordes den neuen König vor dem angetretenen Schützenzug. Dem scheidenden König Bernd Didam wurde zum Andenken an seine Amtszeit ein Orden überreicht.
In der Halle sorgte anschließend die Band „LIVE!“ aus Remblinghausen für beste Stimmung bis in die Nacht.
Schützenfestsonntag
Nachdem die Schützenmesse im vergangenen Jahr aufgrund der Schweinepest-Einschränkungen nicht auf dem Wilzenberg stattfinden durfte, konnte in diesem Jahr erstmals das Hochamt am zweiten Mariä-Heimsuchungssonntag auf dem „heiligen Berg des Sauerlandes“ als Schützenmesse gefeiert werden. Ab 9.00 Uhr stand dazu an der Schützenhalle ein Planwagen bereit, der Schützen und Besucher im Pendelverkehr auf den Wilzenberg brachte. Nach der von Pastor Stipp gehaltenen Messe schloss sich ein gemütlicher Frühschoppen im Schatten der Bäume an. Das „Alte Blech“ begleitete nicht nur den Gottesdienst musikalisch, sondern sorgte auch beim Frühschoppen für beste Unterhaltung.
Am Sonntagnachmittag wurde zum großen Festzug am Dorfbrunnen auf Wirmes Hof angetreten. Bei hochsommerlichen Temperaturen marschierten die Schützen zwar ohne Sakko, dennoch wurde es eine lange Zugstrecke von fast vier Kilometern, da König und Königin mit ihrem Hofstaat standesgemäß zu Hause in der Gräfin-Chuniza-Straße abgeholt wurden. Am Königshaus standen zur Erfrischung für die Musiken und Schützen mehrere Kisten Getränke bereit.
Auch Schützenkaiser Helmut Dohle ließ es sich mit 91 Jahren nicht nehmen, am Festzug teilzunehmen. Gemeinsam mit seiner Kaiserin wurde er auf einem kleinen Trecker entlang der Zugstrecke gefahren.
Bei strahlendem Sonnenschein säumten zahlreiche Besucher die Straßen des Dorfes und spendeten dem Festzug viel Applaus. Nach der Runde durch das Kloster und dem obligatorischen Schwenk über die (Haupt-)Straße „Zu den Höfen“ ging es zurück zur Schützenhalle. Dort schlossen sich der Seniorenkaffee und die Ehrungen an.
Beim Kindertanz sorgte die Meggener Knappenkapelle schließlich für die ersten großen Gänsehautmomente. Eine absolut musicalreife Darbietung begeisterte sowohl die Kinder, die sich gemeinsam mit den Sängerinnen vor der Bühne im Kreis niedergelassen hatten, als auch die zahlreichen Erwachsenen und wurde mit lang anhaltendem Beifall belohnt.
Gegen 21.30 Uhr stand der Große Zapfenstreich auf dem Programm. Nach dem Einmarsch nahmen die Majestäten mit ihrem Hofstaat vor den beiden Festmusiken – dem Tambourkorps Grafschaft und der Meggener Knappenkapelle – Aufstellung. Bei bemerkenswerter Stille genossen Schützen und Besucher eine beeindruckende musikalische Darbietung.
Anschließend folgte der Königstanz. Danach sorgte die Band „LIVE!“ aus Remblinghausen erneut für beste Stimmung auf der Tanzfläche bis tief in die Nacht.
Schützenfestmontag
Am Montagmorgen stand um 9.00 Uhr das Antreten der Schützen an der Halle auf dem Programm. Die Reihen füllten sich nach teils kurzer Nacht zunächst nur langsam, sodass sich der Zug mit etwas Verspätung in Richtung Vogelstange in Bewegung setzte.
An den Gewehren zeichnete sich nach einigen Einzelschützen ein ernsthafter Anwärter ab: Klaus Mönig, seit zwei Jahren Fahnenoffizier der Bruderschaft, sicherte sich mit dem 78. Schuss verdient die Vizekönigswürde. Bereits zehn Tage vor dem Fest hatte er angekündigt, dass er um die Vizekönigswürde mitschießen werde, falls der Fähnrich den Vogel abschießen sollte. Gesagt, getan.
Wenig später wurde der neue Vizekönig vom 1. Brudermeister im Rund des angetretenen Schützenzuges proklamiert. Der scheidende Vizekönig Florian Didam erhielt als Erinnerung einen Orden. Anschließend zitierte Major Johannes Höwer noch einige Schützen – unter anderem sich selbst – nach vorne, um das eine oder andere Vergehen mit „flüssigen Strafen“ zu ahnden.
Beim anschließenden Frühschoppen an der Jakobushütte sorgten sowohl die Meggener Knappenkapelle als auch das Tambourkorps bei strahlendem Sonnenschein für beste Schützenfeststimmung. Es wurde gemeinsam gefeiert, angestoßen, gesungen und natürlich durfte auch die eine oder andere Polonäse nicht fehlen.
Bereits um 15.30 Uhr hatten sich die Schützen wieder in Schale geworfen und waren mit weißem Hemd und Schützenkrawatte zum Antreten im Dorf erschienen. Nach dem anstrengenden Marsch am Sonntag wurde die Zugstrecke kreativ verkürzt. Nach der Abholung der Majestäten in der Gräfin-Chuniza-Straße ging der gesamte Zug ohne Tritt über den Verbindungsweg zur Schulstraße, wo sich alle Beteiligten wieder formierten und anschließend über die Winkhauser Straße durchs Dorf marschierten.
Auch für einen Montag säumten wieder zahlreiche Zuschauer die Straßen und applaudierten den neuen Majestäten samt Hofstaat herzlich zu. Auf der Strecke von „Maria Frieden“ bis zum Stünzel sorgte der Festwirt mit einigen Kisten Wasser für eine willkommene Erfrischung. Zurück in der Halle waren beim Kindertanz erneut viele Kinder und Erwachsene dabei, als die Meggener Musikerinnen und Musiker – wie schon am Vortag – mit einer imposanten und stimmungsvollen Darbietung begeisterten. Gegen 22 Uhr war ursprünglich geplant, mit den verbliebenen Festteilnehmern zum Eierbacken in den Speisesaal umzuziehen. Da die Halle jedoch noch gut gefüllt war, wurde das Eierbacken – wie bereits im Vorjahr – kurzerhand in die Halle verlegt. Dort feierten die Anwesenden noch einige Stunden bei Musik aus der Konserve weiter.
Danke, Danke, Danke!
Zuallererst möchten wir unseren neuen Majestäten Christian und Sabrina sowie unserem Vizekönigspaar Klaus und Monika herzlich danken. Mit ihrer Bereitschaft, Verantwortung für unsere Bruderschaft zu übernehmen und diese im kommenden Jahr zu repräsentieren, haben sie den Grundstein für ein weiteres erfolgreiches Schützenjahr gelegt. Wir wünschen euch eine schöne, ereignisreiche und unvergessliche Regentschaft!
Des Weiteren möchten wir der Meggener Knappenkapelle ein ganz besonderes Dankeschön aussprechen. Sie hatte einen großen Anteil daran, dass dieses Schützenfest bereits im ersten gemeinsamen Jahr so gesellig, stimmungsvoll und gelungen geworden ist. Vielen herzlichen Dank!
Ein ebenso großer Dank gilt unserem Tambourkorps Grafschaft, das unser Schützenfest seit vielen Jahrzehnten in bewährter Weise begleitet und im wahrsten Sinne des Wortes anführt.
Dass am Samstag- und Sonntagabend vor der Bühne ausgelassen gefeiert, gesungen und getanzt wurde, war nicht zuletzt der Band „LIVE!“ aus Remblinghausen zu verdanken, die mit ihrer Musik für großartige Stimmung sorgte. Auch hierfür ein herzliches Dankeschön!
Ebenso bedanken wir uns beim „Alten Blech“ für die musikalische Begleitung der Schützenmesse und des Frühschoppens auf dem Wilzenberg.
Das kulinarische Angebot im Speisesaal wurde von den Festbesuchern hervorragend und lobend angenommen. Die Nachfrage war so groß, dass einige Gerichte im Laufe des Abends ausverkauft waren. Ein großes Dankeschön gilt daher den beiden Köchen Mike und Markus sowie ihrem gesamten Team.
Dass das Fest nicht zu trocken wurde, verdanken wir unserem Festwirt, der Oberkirchener Schank GbR. Vielen Dank an Pia und Frank mit ihrem Team für die stets zuverlässige und unermüdliche Getränkeversorgung!
Danke auch an die stillen Helferinnen und Helfer, die ein solches Fest erst möglich machen und vor allem an alle Schützen, Besucherinnen und Besucher aus nah und fern!
Vom 11. bis 13. Juli 2026 ist es endlich wieder soweit: Grafschaft feiert wieder Schützenfest! Drei Tage voller Tradition, Gemeinschaft, Musik und geselliger Stunden erwarten alle Schützenbrüder, Dorfbewohner sowie unsere Gäste aus nah und fern.
Den Auftakt bildet am Samstag das Antreten in der Schützenhalle mit anschließender Kranzniederlegung am Ehrenmal. Danach richtet sich der Blick gespannt auf die Vogelstange, wo der neue König ermittelt wird. Am Abend sorgt die Tanzband „LIVE!“ in der Schützenhalle für beste Stimmung.
Der Sonntag beginnt mit der Schützenmesse auf dem Wilzenberg und einem gemeinsamen Frühschoppen. Am Nachmittag zieht der große Festzug durch unser Dorf, bevor Ehrungen, Seniorenkaffee, Kindertanz und vor allem der Große Zapfenstreich weitere Höhepunkte setzen. Anschließend darf beim Schützenball wieder ausgelassen gefeiert werden.
Am Montag steht zunächst die Ermittlung des Vizekönigs auf dem Programm. Nach dem Festzug am Nachmittag und dem abendlichen Kindertanz klingt das Schützenfest in der Nacht auf Dienstag bei einem Eierbacken im Speisesaal stimmungsvoll aus.
Ein besonderer Höhepunkt erwartet die Besucher in diesem Jahr auch musikalisch: Erstmals wird die Meggener Knappenkapelle 1883 e.V. beim Schützenfest in Grafschaft aufspielen. Die Musikerinnen und Musiker aus Meggen sorgen gemeinsam mit dem Tambourkorps Grafschaft sowie der Tanzband „LIVE!“ für den passenden musikalischen Rahmen.
Für den großen und kleinen Hunger hat die Küche im Speisesaal wieder in bewährter Weise entsprechend des Schützenfestablaufs bis in die Nacht geöffnet. Zusätzlich besteht die Möglichkeit am Sonntagmittag von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr im Speisesaal lecker essen zu gehen. Auch an der Vogelstange wird eine kleine Speisenauswahl angeboten werden.
Die Schützenbruderschaft Grafschaft freut sich darauf, gemeinsam mit allen Schützenbrüdern, Familien, Freunden, Dorfbewohnern und Gästen ein unvergessliches Fest zu feiern. Kommt vorbei, erlebt unsere Traditionen, unterstützt unsere Majestäten und genießt drei Tage voller Gemeinschaft, Musik und guter Stimmung!
Gemeinsam feiern – gemeinsam Schützenfest in Grafschaft!
29.09.2025
Die Gelagsfeier fand in diesem Jahr nicht eine Woche nach dem Schützenfest an der Jakobushütte statt, sondern am Samstag, 27.09.2025 im Speisesaal der Schützenhalle. Das Jubiläumsschützenfest Ende August konnte so auch in die Nachbetrachtung einfließen. Brudermeister Tobias Cordes führte den gut 40 anwesenden Schützen aus, dass zwei schöne und harmonische Schützenfeste gefeiert wurden. Der Abwärtstrend des Bierabsatzes der letzten Jahre konnte gestoppt werden, was ein Indikator für ein wieder gesteigertes Interesse am Schützenfest ist. Die Rückmeldungen zu den durchgeführten Änderungen beim Schützenfestablauf waren sehr positiv. Beim Jubiläumsschützenfest konnte sogar mehr Bier verkauft werden, als zuvor geschätzt wurde. Diese Einnahmen kommen sehr gelegen, um die vielen Kosten, die ein Jubiläumsschützenfest mit sich bringt, zu decken. Bei kühlem Krombacher Bier und Bratwürstchen im Brötchen verweilten die Schützen beim diesjährigen „Geloch“ einige Stunden und ließen die ein oder andere Begebenheit der beiden Schützenfeste Revue passieren.
27.08.2025
Das Jubiläumsschützenfest zum 200-jährigen Bestehen der St. Sebastian Schützenbruderschaft Grafschaft begann am Samstag, 23.08.2025 mit dem Antreten der Schützen in der Schützenhalle. Der Zug führte zunächst zum Ehrenmal, wo nach einem vom Musikverein Berghausen vorgetragenen Choral die Ansprache des Hauptmanns und die Kranzniederlegung erfolgte.
An der Vogelstange angekommen wurden die anwesenden ehemaligen Könige mit dem Ablauf des Kaiserschießens vertraut gemacht und rückten in der Reihenfolge der erlangten Königswürde dem Kaiservogel reihum zu Leibe. Allerdings erwies sich der hölzerne Aar als recht zäh, so dass erst nach vielen Runden sichtbare Einschussspuren zu erkennen waren. Gegen Ende waren noch acht Bewerber an den Gewehren und mit dem 370. Schuss gelang dem sowohl ältesten als auch dienstältesten König der goldene Treffer: Der Schützenkönig von 1960, der 90-jährige Helmut Dohle, errang unter Jubel der vielen Zuschauer verdient die Kaiserwürde und wurde wenig später vom 1. Brudermeister Tobias Cordes unter der Vogelstange proklamiert. Der scheidende Schützenkaiser Dominik Saßmannshausen erhielt als Erinnerung an seine 10-jährige Amtszeit einen Kaiserorden.
Von der Vogelstange marschierte der Schützenzug ins Klostergelände, wo das Tambourkorps Grafschaft und der Musikverein Berghausen zu Ehren des neuen Kaisers den Großen Zapfenstreich vortrugen. Vor dem angestrahlten Klosterportal entstand auch durch die Fackeln der Freiwilligen Feuerwehr Grafschaft eine besondere Atmosphäre und mehrere hundert Anwesende lauschten bei absoluter Stille einer begeisternden Darbietung.
Anschließend ging es zurück in die Schützenhalle, wo viele Besucher zur Musik des Musikvereins Berghausen bei guter Stimmung den Kaiserball bis tief in die Nacht feierten.
Am Sonntagmorgen traten die Schützen in der Dorfmitte am Haus des Gastes an, um zum Schützenhochamt in die Pfarrkirche zu marschieren. Nach der von Pastor Stipp gehaltenen Messe führte der Weg zurück zum Dorfbrunnen, wo der Musikverein Berghausen ein Frühschoppenkonzert spielte.
Ab Mittag öffnete zudem im Speisesaal wieder die Küche und viele nutzten das leckere Speisenangebot, das wie bei den letzten beiden Schützenfesten wieder gut angenommen und vielfach gelobt wurde.
Wenig später trafen bereits die ersten eingeladenen Gastvereine und Musiken an der Schützenhalle in der Schulstraße ein, wo sich pünktlich um 14.30 Uhr der aus drei Zügen bestehende Große Festzug in Gang setzte. Knapp 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgten für ein imposantes Bild. Am Haus des Gastes wurde der neue Kaiser Helmut Dohle, den seine Tochter Sabine als Kaiserin begleitete, und der aus ehemaligen Königen bestehende Hofstaat abgeholt. Bei sommerlichem Kaiserwetter führte der Festzug durch das Klostergelände, um sich im Dorf abermals den Zuschauern zu präsentieren, die die Straße auf beiden Seiten in mehreren Reihen säumten. Nach der Kehrtwende in der Nähe der Ortsausfahrt Oberkirchen erfolgte vor dem Hof Höwer (Olbes) ein Vorbeimarsch zu Ehren des neuen Kaisers und seines Hofstaates.
Im Anschluss erfolgten in der Schützenhalle die Ansprachen des 1. Brudermeisters und der geladenen Ehrengäste und Gratulanten. Einen besonderen Moment bescherte das Tambourkorps, das das von der Bruderschaft geschenkte Musikstück in der Schützenhalle uraufführte und zumindest bei den Grafschaftern Lust zum Mitsingen und auf Geyseke aufkommen ließ. Auch im Zelt, was auf dem Schützenplatz aufgebaut war, herrschte eine tolle Stimmung.
Kaiser Helmut Dohle ließ es sich mit 90 Jahren nicht nehmen, den Kaisertanz auf der Tanzfläche durchzuführen. Kaiserin und Tochter Sabine, Ehefrau Magdalene und die weiteren Kinder und Enkelkinder waren dabei und so entstand ein schöner Tanz im Kreis der Kaiserfamilie, umgeben vom Hofstaat und den Grafschafter und auswärtigen Gästen.
Auch am zweiten Abend des Jubiläumsschützenfestes war die Stimmung in der Halle bestens und viele Festbesucher nickten sich freudig zu, dass zwei wundervolle und harmonische Festtage verbracht wurden.
Die Schützenbruderschaft bedankt sich ganz herzlich bei allen Festteilnehmerinnen und -teilnehmern, den Gastvereinen und Musiken sowie den neuen und bisherigen Majestäten für dieses unvergessliche Jubiläumsschützenfest. Ein großer Dank gilt den Ordnungskräften der Polizei und den Freiwilligen Feuerwehren Niedersorpe und Grafschaft sowie den vielen stillen Helfern, die eine solche Großveranstaltung erst möglich gemacht haben. Wir freuen uns auf das nächste Jubiläum im Jahr 2050 und das nächste Kaiserschießen in bereits fünf Jahren.
Hier einige organisatorische Hinweise zum Großen Festzug am Sonntag, 24.08.2025 und den anschließenden Feierlichkeiten in der Schützenhalle und im Festzelt:
Anreise und Parkmöglichkeiten
Die Busse der auswärtigen Vereine halten für den Ausstieg der Festteilnehmer in der Dorfmitte. Dort ist abends auch wieder der Einstieg.
Pkw können zum einen unterhalb der Schützenhalle in der Straße „Am Wilzenberg“ einseitig abgestellt werden. Des Weiteren können Parkplätze am Kloster genutzt werden.
Während des Festzugs wird die Ortsdurchfahrt durch Polizei und Feuerwehr für den Verkehr gesperrt.
Nur sechs Wochen nach dem letzten Schützenfest wird bereits wieder gefeiert: Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums veranstaltet die Schützenbruderschaft das Jubiläumsschützenfest am 23. und 24. August 2025. Das ganze Dorf und alle Gäste sind herzlich eingeladen, dieses besondere Fest miteinander zu feiern.
Besondere Highlights am Samstag sind das Kaiserschießen aller ehemaligen Schützenkönige ab 17.00 Uhr an der Vogelstange und der Große Zapfenstreich um 21.00 Uhr vor der historischen Kulisse des Klosterportals. Anschließend darf beim Kaiserball in der Schützenhalle bis spät in die Nacht gefeiert werden.
Der Sonntag beginnt für die Schützen mit dem Antreten zur Schützenmesse, gefolgt von einem Frühschoppen in der Dorfmitte am Haus des Gastes. Der Große Festzug, bestehend aus insgesamt 19 Gruppierungen, Vereinen und Musikkapellen, startet pünktlich um 14.30 Uhr in der Schulstraße, um den neuen Kaiser am Haus des Gastes abzuholen. Nach dem Marsch durch das Klostergelände und die Dorfmitte dreht der Zug vor der Ortsausfahrt Oberkirchen, damit beim Hof Höwer (Olbes) ein Vorbeimarsch zur Ehren der Majestäten erfolgen kann. Zurück in der Schützenhalle und im Festzelt auf dem Schützenplatz folgen gegen 16.00 Uhr Ansprachen und Ehrungen und im Anschluss der Festball.
An beiden Festtagen ist der Eintritt frei.
Festmusiken sind in bewährter Weise das Tambourkorps Grafschaft und der Musikverein Berghausen. Beim Festzug am Sonntag werden weitere Musikvereine unterstützen.
Am Samstagabend und am Sonntag ab 12.00 Uhr werden im Speisesaal wieder leckere Gerichte für den kleinen und großen Hunger angeboten. Zusätzlich öffnet ab Sonntagnachmittag ein Imbisswagen vor der Schützenhalle. Beim Kaiserschießen ist eine kleine Speisenauswahl an der Jakobushütte erhältlich.
Am vergangenen Wochenende feierte die St. Sebastian Schützenbruderschaft ihr traditionelles Schützenfest – in diesem Jahr mit einigen Änderungen im Ablauf. Die Neuerungen wurden insgesamt positiv aufgenommen, auch wenn im Detail noch die ein oder andere Optimierung ansteht.
Mit einer sehr guten Beteiligung von 111 Schützen beim Antreten begann das Fest am Samstagnachmittag. Nach dem Gedenken und der Kranzniederlegung am Ehrenmal marschierten die Schützen zur Vogelstange. Das Vogelschießen war spannend wie selten. Ursprünglich sieben bis acht Anwärter traten unter der Vogelstange an. Am Ende lieferten sich Bernd Didam, Roland Müller und Markus Rickert ein packendes Finale. Mit dem 129. Schuss holte schließlich Bernd Didam den Vogel von der Stange und nahm jubelnd die Glückwünsche der umstehenden Schützen entgegen. Die Insignien gingen an Stefan Heimes (Krone) und Christian Heimes (Apfel).
Zurück in der Schützenhalle war die Küche im Speisesaal wie im letzten Jahr wieder gut besucht und das Essensangebot wurde sehr gelobt. Abends sorgte die Tanzband LIVE! aus Remblinghausen für ausgelassene Stimmung.
Der Sonntag begann mit der Schützenmesse in der Pfarrkirche, zelebriert von Vikar Jaison und musikalisch begleitet vom „Alten Blech“, die auch beim anschließenden Frühschoppen am Dorfbrunnen für Gemütlichkeit sorgten.
Nach dem Antreten am Nachmittag, ebenfalls am Haus des Gastes in der Dorfmitte, folgte ein sehenswerter Festzug, bei dem viele Besucher dem neuen Königspaar Bernd und Susanne Didam und dem schicken Hofstaat zujubelten. In der Schützenhalle wurde der traditionelle Seniorenkaffee ausgerichtet, wo anschließend auch die Ehrungen stattfanden. Es folgten die Gratulationen für unglaubliche 55 Jahre Festmusik Musikverein Berghausen und für über 100 Jahre Begleitung des Schützenfests durch das Tambourkorps Grafschaft.
Am Abend folgte der Große Zapfenstreich mit Einmarsch des Vorstands, der Majestäten und des Hofstaats, der mit Fackeln von Feuerwehrleuten umrahmt wieder imposant dargebracht wurde. Nach dem Königstanz gab es einen weiteren ausgelassenen Abend mit Stimmungsmusik von der Band LIVE.
Montags begann der Tag um 9 Uhr mit dem Antreten in der Halle zum Geckschießen. An der Vogelstange angekommen, dauerte es nicht lange, bis der Neffe des neuen Königs, Florian Didam die Vizekönigswürde errang. Der Frühschoppen klang bei angenehmen Temperaturen am frühen Nachmittag unter Vogelstange an der Jakobushütte aus.
Am Nachmittag traten die Schützen nochmals in der Dorfmitte zu einem tollen Festzug durch das Dorf an. In der Halle sorgte der Musikverein Berghausen anschließend für tolle Feststimmung – dann wurde es gegen 21.30 Uhr emotional: Zum Abschied der Berghausener, die nach 55 Jahren vorerst zum letzten Mal in Grafschaft spielten, wurde eine Diashow mit vielen Momenten des Musikvereins der letzten Jahrzehnte gezeigt und einem eigens komponierten Lied („Danke für die Musik“) untermalt. Viele Schützen und Musiker hatten Tränen in den Augen und lagen sich in den Armen – ein würdiger und bewegender Abschied.
Geplant war anschließend ein Eierbacken im Speisesaal. Aufgrund der noch großen Besucherzahl blieb man jedoch oben in der Halle – und dennoch wurden 200 Eier im Speisesaal vertilgt. Bei Musik vom Band klang das Fest spät in der Nacht harmonisch aus.
Die drei Festtage waren geprägt von starker Beteiligung, emotionalen Momenten und guter Stimmung. Die Schützenbruderschaft blickt auf ein rundum gelungenes Schützenfest zurück.
Musikverein Berghausen beim Antreten in der HalleSchützenvogel im Gewand des JubiläumslogosTambourkorps GrafschaftKinderverabschiedung auf Henneken HofGute Stimmung am SonntagabendDer Geck in Minecraft-OptikKönigspaar Susanne und Bernd Didam (rechts), Vizekönigspaar Stephanie und Florian Didam (links)Tränen beim Abschied am Montagabend
06.07.2025
Die zum 200-jährigen Jubiläum erstellte Festschrift ist ab Schützenfest erhältlich. Bereits am Freitag, 11.07.2025 kann ab 17 Uhr das über 100-seitige Werk in der Schützenhalle erworben werden. Während der Schützenfesttage werden Vorstandsmitglieder die Festschrift aktiv in der Halle und beim Frühschoppen in der Dorfmitte zum Preis von 10 Euro verkaufen. Ebenfalls sind noch Restexemplare der Festschrift aus dem Jahr 2000 für 5 Euro erhältlich.
Update 05.08.2025:
Ab dem 06. August 2025 können die Festschriften zum 200-jährigen Jubiläum erworben werden bei
Bäckerei Tröster, Grafschaft
Friseur Fachwerk Schmitte, Grafschaft
Reisebüro Dünnebacke, Schmallenberg
Schenk Männermoden, Bad Fredeburg
Natürlich besteht auch auf dem Jubiläumsschützenfest noch die Möglichkeit, Exemplare der Festschriften zu erhalten.
Das Schützenfest feiern wir in diesem Jahr am Samstag, 12.07. bis Montag, 14.07.2025. Alle Grafschafterinnen und Grafschafter sowie Gäste, Freunde und Bekannte aus den umliegenden Ortschaften sind herzlich willkommen. Wir freuen uns auf ein tolles und harmonisches Fest für Jung und Alt. Nach den sehr guten Rückmeldungen im vorherigen Jahr werden im Speisesaal wieder leckere Gerichte für den kleinen und großen Hunger angeboten.
In der Generalversammlung im Januar wurden einige Anpassungen im Festablauf beschlossen. Hier die wichtigsten Änderungen:
Festbeginn am Samstag um 15.45 Uhr
Schützenmesse am Sonntag um 10 Uhr auf dem Wilzenberg, anschließend Frühschoppen in der Pfarrkirche, anschließend Frühschoppen in der Dorfmitte am Haus des Gastes *
Antreten zu den Festzügen am Sonntag und Montag in der Dorfmitte
Großer Zapfenstreich am Sonntagabend
Frühschoppen am Schützenfestmontag an der Vogelstange (bei gutem Wetter)
Eierbacken am Montagabend im Speisesaal
* Aufgrund der Afrikanischen Schweinepest dürfen auf dem Wilzenberg aktuell keine Gottesdienste und Veranstaltungen mehr stattfinden.